Dienstag, 17. März 2015

Fruchtscheiben exquisit



Ich wollte unsere Datteln aufbrauchen und entschied mich für ein Rezept aus unserem Kochbuch. Beim Öffnen der Datteln entdeckte ich, dass diese sehr ausgetrocknet waren. Dazu entpuppten sich die runden Oblaten ø 5 cm als ø 4 cm. Also musste ich das Rezept abwandeln. 

...und so entstand ein völlig neues Rezept... 
...dekorativ und super lecker.

Zutaten für 20 Stück:
200 g Datteln, entkernt
200 g getrocknete Aprikosen
200 g Rohmarzipan
1 TL Butter (vegan: Kokosfett)
60 runde Oblaten ø 4 cm
2 Tafeln Vollmilchschokolade (vegan: Zartbitterschokolade)
60 Pinienkerne optional

Vorbereitung für trockene Datteln: 
Datteln in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Solange sehen lassen, bis die Datteln sich leicht durchtrennen lassen. Das geht ein bis drei Minuten. Vorsicht nicht zu lange, denn dann ist die Süße im Wasser. Datteln in ein Sieb schütten und abtropfen lassen. 
Vorbereitung für normale saftige Datteln:
Datteln in einen Sieb geben und mit heißem Wasser übergießen. Abtropfen lassen.

  1. Datteln auf einem Schneidbrett grob hacken. 
  2. Aprikosen in einer Schüssel mit heißem Wasser ein paar Minuten anweichen lassen. Wasser durch ein Sieb abgießen. In ein hohes Gefäss geben und mit dem Stabmixer solange bearbeiten bis eine klebrige Paste entsteht.
  3. In einer Bratpfanne bei mittlerer Hitze die Butter zergehen lassen.
  4. Datteln hinzufügen und solange mit einem Holzspachtel bearbeiten bis die Datteln weich sind und eine einheitliche Masse ergeben. *
  5. Aprikosenmasse hinzufügen und in die Dattelmasse einarbeiten. Mit Gummihandschuhe die heisse Masse durchkneten.
  6. Auf ein Stück Backpapier geben.
  7. Gummihandschuhe leicht einfetten und aus der Masse 20 Kugeln formen.
  8. Je eine Kugel auf eine Oblate geben und soweit flach drücken, dass eine runde Scheibe in der Größe der Oblate entsteht. Eine zweite Oblate darauf drücken.
  9. Marzipan in 20 Stücke teilen.
  10. Je ein Stück Marzipan nehmen und daraus eine Kugel formen. Kugel auf eine Oblate geben und zu einer flachen Scheibe in größe der Oblate drücken.
  11. Mit der Marzipanseite auf die Oberfläche einer Oblate von der Dattelmasse drücken.
  12. Vollmilchschokolade im Wasserbad weich werden lassen. 
  13. Mit zwei Fingern die Fruchtscheibe an einer Seite halten und zur Hälfte in die Schokolade tauchen. 
  14. Mit 3 Pinienkerne dekorieren.


* (Wenn die Datteln noch immer zu trocken sind, dann etwas kochendes Wasser hinzufügen und eine Weile unter einem Deckel dämpfen lassen. Dann weiter bearbeiten bis sie eine einheitliche Masse ergeben.) 

Sonntag, 15. März 2015

Maroniherzen

Wir hatten im Vakum gekochte Bio-Maronen erhalten. Das Maroni Aroma war zwar nicht mehr sehr spürbar, aber sie erwiesen sich ideal zur Herstellung von Maroniherzen. Die Zartbitterkuvertüre gab den gewünschten Knack beim Hineinbeissen und passte hervorragend dazu. Nicht allzu süß und einfach lecker.

Zutaten für 15 Stück:
200 g gekochte Maroni
40 g Puderzucker
1/4 Phiole Rumaroma
200 g Zartbitterkuvertüre
1 TL Wasser (besser Milch oder Sojamilch)

  1. Zartbitterkuvertüre zerkleinern und 2/3 in einer kleinen Metallschüssel in einem warmen Wasserbad zum Schmelzen bringen. Restliche Kuvertüre hineingeben. Dabei kühlt die Kuvertüre ab.
  2. Inzwischen Maroni in ein hohes Gefäss geben und mit dem Stabmixer pürieren.
  3. Puderzucker und Rumaroma hinzufügen und nochmals kurz durchmixen. Die Masse sollte nicht zu weich sein. Ansonsten auf etwas Backpapier ausbreiten und abtrocknen lassen.
  4. Aus der Masse zuerst Kugeln zu je 15 g zwischen den Händen rollen. Kugeln etwas flach drücken und an einer Seite mit zwei Finger die Masse zuspitzen. Auf der anderen Seite etwas abflachen. Herzen auf Stäbchen stecken. 
  5. Einen Finger in das Wasser tauchen und die brüchigen Stellen an den Rändern glatt streichen.
  6. Kuvertüre nochmals erwärmen bis sie zu glänzen beginnt. 
  7. Herzen nach und nach in die Kuvertüre tauchen, herausziehen und vorsichtig abtropfen lassen.
  8. Zum Anziehen der Kuvertüre kurz zwischen einem schweren Deckel und Topf klemmen.
  9. Vom Stäbchen trennen und in eine kleine Papiermanschette stecken.

Tipps:
  • Wer Maroni frisch vom Markt hat, kann sie auch einfach mit der Schale im Wasser weichkochen und dann schälen.
  • Frische Maroni können auch eingeschnitten im Backrohr zuerst gebacken, geschält und dann im Wasser (oder Wasser mit etwas Milch vermischt) gekocht werden.
  • Vom Maronibrater Maroni kaufen, schälen und in Wasser weichkochen.
  • Die Küche sollte zirka 20 °C haben und die Maroni dürfen nicht aus dem Kühlschrank kommen, dann funktioniert die Glasur am Besten.
  • Mit Gummihandschuhe von den Stäbchen trennen. Verhindert unschöne Fingerabdrücke.
  • Auf Stäbchen mit zwei Zacken halten die Herzen besser.



Orangenzucker

 

Meine Vorliebe zu Aromen aus Zitrusfrüchten hatte bis jetzt immer einen kleinen Wermutstropfen. Manchmal benötige ich nur den Abrieb einer halben Bio-Zitrone oder Bio-Orange und manchmal bleiben ein oder zwei Zitrusfrüchte im Netz und die Schale trocknet so aus, dass sie sich zum Abreiben nicht mehr eignet.

Und wieder einmal wollte es der Zufall, dass ich mit dem Abrieb einer halben Zitrone dastand und nicht wusste wohin damit. Größere Mengen hatte ich schon des öfteren eingefroren, etwas das auch so seine Nachteile hat. Besonders bei der Portionierung. In der Eile und um den Oxidationsprozess entgegen zu wirken, streute ich Zucker darüber.  Der Zitronenschalenzucker trocknete und zu meiner Überraschung war das Aroma umwerfend. Es war auch um einiges besser als die gekauften Zitronenschalenzucker in den aromagschützten Päckchen. 

Ich war von meiner Entdeckung so begeistert, dass ich uns gleich Orangenschalen-Zucker aus dem Abrieb von 2 kg Bio-Orangen zubereitete. 

Viel Spass beim Nachbereiten
Anna

Zutaten für 400 g Orangenzucker:
2 kg Bio-Orangen
350 g Zucker
  1. Bio-Orangen heiß waschen und mit einem sauberen Tuch abreiben. 
  2. Backpapier auslegen.
  3. Zucker darauf streuen.
  4. Mit der Zitrusreibe die Bio-Orangenschale gleich in den Zucker reiben.
  5. Abrieb zwischen den Händen mit dem Zucker verreiben. 
  6. Gleichmässig auf dem Backpapier verteilen.
  7. Ein bis zweimal wenden.
  8. In einem warmen Raum über Nacht trocknen lassen.
  9. In schöneTwist-off Gläser aufbewahren. Eignet sich auch sehr gut als ein Geschenk aus der Küche.
Tipps:
  • Am Besten am Wochenenden, wenn die Küche noch vom Sonntagskuchen warm ist, über Nacht auf das Backpapier ausbreiten. Eventuell noch eine Nacht durchtrocknen lassen.
  • Nicht im Backrohr trocken, denn bei zu großer Wärme würde das Aroma sich verflüchtigen.
  • Es darf auch weniger Zucker verwendet werden. Bei dieser Menge trocknete alles nur rascher. 
  • 1 Teelöffel voll auf eine Tasse Naturjoghurt, etwas Sahne und Orangensaft gibt ein rasches leckeres Dessert.





Turborezept: Schokoliertes Studentenfutter

Bevor der Blog uns hier noch ganz verstaubt, zeigen wir in den nächsten Blogeinträgen einfache Rezepte und Tipps. Und nein, wir sind noch nicht verschollen, wir bereiten nur einfach viele Rezepte nach, die wir schon gepostet haben. Da gibt es eben nicht viel Neues zu bloggen, wenn auch hin und wieder ein paar Tipps fällig werden, die wir in den jeweiligen alten Beiträgen hinzufügen.

Noch ein Relikt aus der Serie unserer noch nicht geposteten raschen Weihnachtsleckereien.  Weihnachtliche Nusshäufchen gibt es um Weihnachten teuer in edle Verpackungen zu kaufen. Dabei sind sie so rasch und problemlos zubereitet. Dazu noch ein ideales Geschenk aus der Küche.

Und noch etwas schneller gehen die Häufchen mit Studentenfutter. 

Zutaten für 18 bis 20 Stück:
200 g Studentenfutter
150 g Schokolade, beliebig
1 Prise Zimt


  1. Schokolade auf ein Stück Backpapier geben und im Backrohr bei 40 °C zum Schmelzen bringen. Schokolade soll dabei nur weich werden und nicht zerfliessen.
  2. Aus dem Backrohr nehmen und das Studentenfutter auf die Schokolade schütten.
  3. Eine Prise Zimt hinzufügen. Optional.
  4. Mit einer Teigkarte alles zügig vermischen.
  5. Mit zwei Teelöffel auf ein Stück Backpapier Häufchen setzen.
  6. Warten bis die Schokolade fest geworden ist. 
  7. Genießen oder in schöne, durchsichtige Säckchen geben und verschenken.


Dienstag, 17. Februar 2015

Tapiokapudding mit Himbeeren


Partyzeit und dazu fehlt nur noch ein passendes Dessert für das Buffet. Im Buch  "Patisserie International" von Wolfgang Kiessling gibt es ein wunderbares Südamerikanisches Dessert, das ich schon lange ausprobieren wollte. Seine Art mit Tapiokaperlen umzugehen ist so einfach, dass ich es erst mit einer kleinen Menge etwas ungläubig ausprobierte, denn von den einfachen Rezepten meiner Mutter weiß ich, dass einfache Rezepte nicht wirklich einfach sind, sondern ein gewisses Fingerspitzengefühl verlangen. Der Versuch funktionierte so gut, dass ich gleich zur Partygröße überging und dann dabei erkennen musste, dass meine Bedenken nicht unbegründet waren. Tapiokaperlen, die zu lange gekocht werden, können ganz schön glitschig werden und unschöne Fäden ziehen. Oder sie quellen so stark auf, dass die erkaltete Masse zu einer federnden Gummiball ähnlichen Masse wird. Damit das alles nicht passiert, habe ich das Rezept leicht verändert. Da ich keinen Hibiskussirup im Haus hatte, blieb ich bei den Himbeeren. Die festere Vanillemasse füllte ich zuerst in das Dessertglas und bedeckte diese mit der weicheren Himbeermasse, die auch wegen dem wunderbaren Himbeerduft, der dieser Masse entströmte, als obere Schichte besser passte. Ohne den säuerlichen Hibiskussirup konnte ich auch die Zuckermenge etwas reduzieren. Das Ergebnis schmeckte fantastisch und wird von mir sicher wiederholt.

Zutaten für 12 Dessertschüsseln oder 24 kleine Dessertgläser:
Tapiokamasse:
1800 ml Milch
180 g Tapiokaperlen
150 g Zucker
3 Pkt Vanillezucker
Himbeermasse:
240 g gefrorene Himbeeren
20 g Puderzucker
240 ml Milch
Mandelsoße:
250 ml Mandelmilch (alternativ die restliche Milch von der 2 l Packung und etwas Bittermandelaroma)
1/4 TL Johannisbrotkernmehl
1/4 TL Agar Agar
Himbeeren zum Verzieren, eventuell etwas Milch zum Verdünnen der Vanillemasse
  1. Tapiokaperlen, Zucker, Vanillezucker zusammen mit der Milch erhitzen und zum Aufkochen bringen.
  2. Solange köcheln lassen bis die Perlen glasig geworden sind, innen aber noch einen kleinen sichtbaren weißen Kern haben.
  3. Zur Seite stellen und 90 Minuten ziehen lassen.
  4. Inzwischen gefrorene Himbeeren auftauen.
  5. Johannisbrotkernmehl, Agar Agar mit etwas Wasser glatt rühren, dann in die Mandelmilch einrühren. 
  6. Mandelmilch zum Aufkochen bringen und 2 Minuten kochen lassen. In eine kleine Schüssel schütten. Während dem Abkühlen öfters umrühren.
  7. Himbeeren und Puderzucker mit dem Stabmixer kurz pürieren. Wenn notwendig etwas von der Milch hinzufügen.
  8. Die Hälfte der Tapiokamasse mit dem Himbeerpüree und der Milch mit einem Kochspachtel vermischen. 
  9. Dessertgläser bereitstellen. Himbeeren halbieren und gegen das Glas drücken.
  10. Jedes Glas zur Hälfte mit der Vanille-Tapiokamasse füllen. Darauf die Himbeermasse verteilen. 
  11. In der Mitte Obenauf 1 Esslöffel voll Mandelsoße geben und mit einer ganzen Himbeere verzieren.
Tipps:
  • Damit sich die Masse gleichmässiger verteilt, können die Gläser noch vor der Mandelsosse einzeln auf ein kleinens Schneidbrett gestellt werden. Schneidbrett auf einer Seite mehrmals kurz anheben und gegen die Arbeitsfläche fallen lassen.
  • Ist die Masse zu stark angezogen, dann kann sie mit etwas kalter Milch wieder sämiger gemacht werden.
  • Tapiokaperlen gibt es in Asiatische-, Indische- oder Naturkostläden. In Indien gibt es Sagoperlen, die in der Verarbeitung und Eigenschaft, den Tapiokaperlen sehr ähnlich sind.
  • Statt der Mandelcreme, kann auch einfach geschlagene Sahne verwendet werden.


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