Dienstag, 16. Dezember 2014

Feiner Früchte-Teekuchen

Ein falscher Früchtemix im Haus und noch etwas Leinsamengel von dem Orangenspritzgebäck übrig. Da bot sich ein eierloser Früchtekuchen geradezu an. Leider war nicht mehr ganz genug Leinsamengel übrig und so verwendete ich noch zusätzlich ein Gel aus Xanthan, das sicher durch Leinsamengel ersetzt werden kann. Der Kuchen ist zwar oben etwas gesprungen, aber nachdem ich ihn noch warm umgedreht hatte, verflachte sich der Kuchen und klebte die Risse wieder zusammen. Da dieser Kuchen ohnehin am Boden bestrichen wird war das kein allzugroßes Problem. Das Ergebnis hatte alles was man sich so von einem Kuchen erwartet und super lecker.

Viel Spaß beim Nachbacken
Anna



Zutaten für eine Kastenform:
250 g Butter
200 g Zucker
Abrieb einer Bio-Zitrone
160 g Leinsamengel
30 ml Wasser mit 1/2 TL Xanthan angerührt
60 g Doppelrahm-Frischkäse
250 g Mehl (glattes Mehl in Österreich)
8 g Backpulver
1 Phiole Rumaroma
200 g Früchtemix
50 g Rosinen
50 g Mehl
Rest einer Punschglasur (Alternativ etwas Puderzucker mit Zitronensaft anrühren)

Utensilien: Küchenmaschine mit K-Einsatz

Herstellung des Leinsamen-Gels:
100 g Leinsamen
570 g Wasser

Das Leinsamen-Gel wird hier etwas anders als beim Veggi-Eiklar zubereitet.
Leinsamen mit Wasser in einen geräumigen Topf geben. Umrühren und  erhitzen. Sobald es zum Kochen kommt, kurz kochen lassen und dann sofort in einen Sieb gießen. 160 g von dem Gel in eine Schüssel geben und auskühlen lassen. Dieses Gel kann bei Zimmertemperatur bereits verwendet werden. (Das restliche Gel für Cookies, Kekse oder einen anderen Kuchen verwenden. Es hat sich bei mir nicht aufschlagen lassen.)
180 ml Leinsamen-Gel
Xanthan:
ist ein fermentierter Glukosesirup und kommt als Pulver in den Handel.  Xanthan dient als Bindemittel und Stabilisator (Steifungsmittel) Es verhindert, dass die einzelnen Zutaten sich trennen. In der USA wird Xanthan mittlerweile schon immer mehr in Einkaufsmärkten angeboten, da es sehr viel für glutenfreie Backwaren verwendet und Werbung dafür gemacht wird.  Bei uns ist es bei Amazon oder über Onlineshops erhältlich. Eventuell  auch schon in Apotheken und Drogeriemärkte.

Um Xanthan aufzulösen, wird es in 30 ml heißes Wasser gemixt. Sehr rasch und kräftig mit einem Teelöffel hin- und herschlagen bis eine Paste entstanden ist.
fertig gemixtes Xanthan

  1. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen.
  2. Backrohr auf 180 °C vorheizen.
  3. Butter mit Zucker schaumig  rühren.
  4. Zitronenschalenabrieb hinzufügen.
  5. Leinsamengel und angrührtes Xanthan hinzufügen.
  6. Auf höchter Stufe in der Küchenmaschine eine gute Weile durchmixen.
  7. Frischkäse hinzufügen.
  8. Mehl mit Backpulver mischen und sieben.
  9. Rumaroma hinzufügen.
  10. Hinzufügen und mit der Küchenmaschine zu einem sehr glatten Teig rühren.
  11. Rosinen waschen und mit dem Früchtemix vermischen.
  12. Mehl hinzufügen und gut vermischen. Das ganze Mehl soll sich gut um die Früchte haften. Wenn nicht ein bisschen Wasser über die Mischung sprenkeln und nochmals mischen. Das Mehl verhindert das Absinken der Früchte.
  13. Früchtemischung mit einem Teigschaber unter dem Teig heben.
  14. In die Kastenform füllen. 
  15. Teigschaber kurz in ein Wasser halten und den Teig auf der Oberfläche glatt verstreichen.
  16. In das Backrohr stellen und 70 Minuten backen lassen. (Mit einem Zahnstocher eine Stichprobe machen. Wenn kein Teig mehr daran klebt, dann ist der Kuchen fertig.)
  17. Aus dem Backrohr nehmen und auf ein Gitter in einem kalten Raum zum Abkühlen stellen. 
  18. Ausgekühlten Kuchen umdrehen und mit einer Glasur dünnflüssig bestreichen. Abtrocknen lassen und mit einer Brotmaschine vor dem Servieren in Scheiben schneiden.



Glasierte Mürbteigherzen


Zorra hatte vor kurzem ihren Mürbteig  mit dem K-Hacken ihrer Kenwood hergestellt. Bis jetzt hatte ich für den Mürbteig noch nie die Kenwood verwendet, aber da sie ohnehin gerade in Aktion war, probierte ich sie auch einmal für den Mürbteig aus. Funktionierte wirklich sehr gut mit dem K-Hacken. Damit der Keksteller auch ein wenig Farbe bekommt, habe ich die Herzen mit der Punschglasur glasiert. Diese besonders leckere Glasur gibt es zwar nur in Österreich, aber eine andere bekannte Firma hat sie jetzt auch auf dem Markt gebracht und so dürfte sie auch in Deutschland erhältlich sein.

Viel Spaß beim Nachbacken
Anna

Zutaten für 25 Stück Doppelkekse:
300 g Mehl
200 g Butter (kalt)
100 g Puderzucker
1 Pkt Vanillezucker
Abrieb einer Bio-Zitrone
1 Becher Punschglasur
100 g Aprikosenmarmelade
  1. Mehl und Puderzucker sieben. In die Küchenmaschine mit K-Einsatz schütten.
  2. Vanillezucker dazu geben.
  3. Butter in kleine Stücke schneiden und daraufschütten.
  4. Abrieb der Bio-Zitrone dazugeben.
  5. Küchenmaschine erst auf minimale Stufe laufen lassen. Sobald sich alles vermengt hat auf höchste Stufe stellen und solange laufen lassen bis sich der Teig zusammenballen beginnt.
  6. Aus der Maschine nehmen und rasch durchkneten. In einen Tiefkühlbeutel geben und über Nacht in den Kühlschrank legen. 
  7. Backrohr auf 200 °C vorheizen.
  8. 2 Backbleche mit Backpapier belegen.
  9. Zwischen zwei Backpapierstücke 4 mm dick ausrollen. Wer hat kann dazu ein Nudelholz mit Scheiben mit ø 4 mm verwenden.
  10. Mit einer Herzform 6 x 6 cm Herzen ausstechen. Restteig vor der Weiterverarbeitung wieder kurz im Tiefkühlfach kalt stellen.
  11. Mit etwas Abstand 20 Stück auf das Backblech legen. Die Herzen gehen auf, halten aber gut die Form.
  12. 8 bis 10 Minuten in der Mitte des Backrohrs backen. Sie sollen oben hell bleiben. Wenn sie an den Rändern leicht braun sind, dann sind sie fertig.
  13. Aus dem Backrohr nehmen und das nächste Backblech einschieben. Die restlichen Herzen auf das erste Backblech legen.
  14. Herzen kurz abkühlen lassen, dann auf der Arbeitsfläche vollständig auskühlen lassen.
  15. Aprikosenmarmelade in einem kleinen Topf erhitzen und mit einem glatten Messer die Unterseite eines Herzens bestreichen. Mit der Unterseite eines anderen Herzens abdecken und leicht zusammendrücken.
  16. Punschglasur nach Packungsaufschrift erwärmen und die Herzen damit auf einer Seite bestreichen. Ist die Punschglasur dünnflüssig, dann können sie auch getaucht werden. 
  17. Eventuell mit Streusel verzieren.
  18. Über Nacht die Glasur vollständig trocknen lassen. In eine Keksdose aufbewahren.
Tipps:

 in der offenen Keksdose noch am Abtrocknen
oben: mit der Glasur und einer kleinen Palette bestrichen
unten: getauchtes Herz

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Turborezept: Feine Orangen-Marzipan Parlinen

Persis vom Blog Yumlaut richtet einen Blogevent aus. Sie wünscht sich Leckereien aus der Küche, die jeder selbst noch am 24. rasch zubereiten und als Geschenk verpacken kann. Diese Pralinen sind lecker und rasch zubereitet. Dazu in einer praktischen Form, die sich leicht noch rasch hübsch verpacken lässt.

Viel Spaß beim Nachbereiten
Anna
Yumlaut


Zutaten für 12 Stück:
24 hauchdünne Milchschokolade Täfelchen mit Orangengeschmack
70 g Vollmilchschokolade
15 g Bio-Kokosfett
100 g Rohmarzipan
  1. Schokoladetäfelchen auf einem Stück Backpapier auslegen.
  2. Vollmilchschokolade in einer Metallschüssel in einem waren Wasserbad zum Schmelzen bringen.
  3. Bio-Kokosfett hinzufügen und langsam verrühren.
  4. Inzwischen Rohmarzipan in 12 würfellige Stücke teilen. Jedes Stück mit einer Teigkarte flach drücken. Mit zwei Teigkarten zu Quadrate zusammenschieben.
  5. Die eine Seite eines Marzipanquadrats mit der flüssigen Schokolade mit Hilfe einer kleinen Palette (alternativ ein glattes Messer)  bestreichen. Auf eines der Schokotäfelchen plazieren. Nochmals mit Schokolade bestreichen und mit einem Schokotäfelchen zudecken. Leicht andrücken.
  6. Vorgang mit den restlichen Marzipanquadraten wiederholen.




Orangen-Sternanis Trüffel

Wenn die besten Stücke vom Keksteller verschwunden sind, dann sind unglasierte Trüffel eine rasche Lösung um ein paar neue Highlights wieder auf dem Keksteller zu bringen. Diese sind besonders lecker.

Viel Spaß beim Nachbereiten
Anna

Zutaten für 30 Stück:
50 g Sahne
200 g Vollmilchschokolade
100 g Blockschokolade (=Haushaltsschokolade)
50 g Orangensaft
Ein kleines Stück Sternanis
Abrieb einer halben Bio-Orangenschale.
1/2 gestrichener Teelöffel Apfelpektin mit Traubenzucker gemischt
25 g Bio-Kokosfett
25 g Butter weich
Ein paar Tropfen Rumaroma (optional)
gemahlene Haselnüsse zum Rollen
  1. Sahne aufkochen lassen und zur Seite ziehen.
  2. Vollmilchschokolade und Blockschokolade hineinlegen. Warten bis sie zu schmelzen beginnt. Verrühren.
  3. Orangensaft mit Sternanis und einen Teil des Orangenschalenabriebs aufkochen. Apfelpektinmischung hinzufügen. Hitze zurückstellen und etwas köcheln lassen.
  4. In die Schokolade-Sahnemischung einrühren.
  5. Butter in kleine Stücke dazurühren.
  6. Bio-Kokosfett einrühren.
  7. Restlichen Orangenschalenabrieb und Rumaroma dazurühren.
  8. Topf in ein kaltes Wasser stellen. Ab und zu umrühren.
  9. Abgekühlte Masse kalt stellen. 
  10. Sobald die Masse am Rand fest geworden ist, mit dem Handmixer/Rühreinsetze solange rühren, bis die Masse sichtbar heller geworden ist.
  11. Gummihandschuhe anziehen und aus der Masse nach und nach Kugeln formen.
  12. Jede Kugel sofort in einer Schüssel mit gemahlenen Haselnüssen wälzen und auf ein Stück Backpapier legen.
  13. Warten bis die Masse angezogen hat und die Trüffelkugeln fest geworden sind.
  14. In eine verschließbaren Dose kühl aufbewahren.

Tipps:
  • Falls die Masse nach dem Aufrühren zu rasch festgeworden ist, nochmals mit dem Handmixer auf höchster Stufe durchrühren.
  • Falls die Masse nach dem Aufrühren sich noch nicht zu Kugeln formen lässt. Kurz! kalt stellen.
  • Statt der geriebenen Haselnüsse, können auch Kokosraspeln verwendet werden.


Mittwoch, 3. Dezember 2014

Orangen-Bubbles


Alginat ist ein Pulver, das aus einer Alge stammt und schon seit ein paar hundert Jahren bekannt ist. In der Gegenwart von Kalzium entwickelt, das eigentlich weiche Gel eine Schutzhaut. Mit einer Einwegspritze oder einer Patisseriespritze können wir daher in einem Kalziumbad kleine Kügelchen erzeugen, die aussen eine weiche, elastische Haut haben und innen noch weich sind. Sie lassen sich leicht mit dem Trinkhalm aufsaugen und zerplatzen im Mund. Ein Umstand den sich in Amerika eine Firma bereits zu nutze gemacht hat und diese Kügelchen als Popping Boba für Parties in Röhrchen oder kleine Schraubgläser für Parties und Bubble Tea anbietet. In meiner Experimentierküche gibt es heute nach diesem Prinzip Orangen-Bubbles .

Viel Spaß beim Nachbereiten
Anna

Zutaten:
Für die Bubbles:
50 ml Wasser
35 ml Orangensaft
15 ml Orangensirup
1 g Alginat
Für das Bad:
130 ml Wasser
5 Messlöffel Cala Zoon (oder 1 g reines Calziumlaktat auf 150 ml Wasser)

1 Einwegspritze, 1 Schüssel mit Wasser, 1 Teesieb, 
  1. Wasser, Orangensaft und Orangensirup mit einem Schneebesen verrühren.
  2. Alginat nach und nach einstreuen und weiter mit dem Schneebesen rühren. Dabei darauf achten, dass nicht zuviel Luft darunter kommt.
  3. 15 bis 30 Minuten anziehen lassen. 
  4. Inzwischen in einem schmalen Gefäss das Wasser mit dem Cala Zoon (Calziumlaktat) solange verrühren bis es sich aufgelöst hat. 
  5. Weiches Orangengelee in der Spritze aufziehen. In verschiedenen Höhen kurz hineintropfen um die ideale Tropfhöhe herauszufinden. Wenn der Tropfen sich sofort zu einer Kugel formt, dann ist die Höhe richtig.
  6. Nach und nach geduldig in Masse hineintropfen.
  7. Nach einer halben Minute tropfen, die Kugeln noch 30 bis 60 Sekunden im Bad lassen.
  8. Calziumbad mit den Bubbles durch den Teesieb in eine andere Schüssel gießen. 
  9. Bubbles in eine Schüssel mit kalten Wasser legen. Durchrühren und die Bubbles mit dem Sieb herausfischen. 
  10. Die Bubbles sind jetzt aussen elastisch und innen noch weich. 

Einkaufstipps:
  • Wer nicht unbedingt riesige Mengen per Online kaufen möchte, kann sich in der Apotheke Protofix Haftpulver für die Dritten besorgen. Das besteht aus 100 % Alginat und ist wesentlich billiger.
  • Calcium Sandos forte Brausetabletten enthalten Calciumlaktat.und können ebenfalls in der Apotheke rezeptfrei besorgt werden. Eine halbe Tablette in 190 ml Wasser auflösen. 

Tipps für die Verwendung:
  • Zum Garnieren für ein Dessert
  • Granatapfelkerne haben aussen auch eine dünne Haut, die leicht zerplatzr und dann den Saft freigibt. Sie harmonieren sehr gut mit den Orangen-Bubbles
  • In ein Glas geben. Mit einem beliebigen Sirup übergießen. Mit Mineralwasser aufgießen. Wenn noch etwas Lufteinschlüssen in den Bubbles sind, dann schwimmen sie zum Teil oben oder schweben im Wasser herum.
  • Schwarztee oder eine beliebige andere Flüssigkeit darüber gießen und beliebig süßen.

Alginat mit Orangensaftmischungt verrührt 
in das Cala Zoon/ Calziumlaktat
im Teesieb
im kalten Wasserbad gelegt
In einem Glas bereit zum Aufgießen eines beliebigen Getränks



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