Dienstag, 10. Mai 2011

Grundrezept: Mochi - japanischer Reiskuchen

Letzte Woche haben wir uns japanische Süßigkeiten ein wenig näher angesehen. Die traditionellen Süßigkeiten, die als Wagashi bezeichnet werden, bestehen aus Zucker und einer oder mehreren der 3 Grundmassen: Reiskuchen (= Mochi), Bohnenpaste (= Anko) und Agar Agar (Kanten). Wir zeigen hier ein paar Methoden, wie der Reiskuchen mit gängigen Küchenhilfsmitteln, ähnlich wie die klassische Methode, hergestellt werden kann. Wer sehen möchte wie es in Japan gemacht wird, kann sich hier dazu ein Video ansehen

Zutaten:
250 g Rundkorn-Milchreis, rasch kochend
500 ml Wasser
  1. Milchreis gut mit Wasser bedecken und  1 Stunde einweichen.
  2. Gut abwaschen. In einen Topf mit schwerem Boden schütten und mit 500 ml Wasser übergießen. Aufkochen lassen und auf kleinster Hitzestufe zugedeckt 25 Minuten ausdünsten lassen.
  3. Von der Herdplatte ziehen und Deckel abnehmen. Auskühlen lassen.
  4. Inzwischen mit einem Sieb etwas  Maisstärke auf ein Backblech sieben.
  5. Fleischwolf am Tisch festschrauben und das Backblech darunter stellen.
  6. Reis 3 mal durch den Fleischwolf drehen.
  7. Ist die Reismasse fertig - sie ist jetzt glasig und sehr, sehr klebrig -  nochmals Maisstärke über den Reiskuchen sieben und mit den Händen in eine rechteckige Form bringen.
  8. Jetzt können mit einem Teigspachtel Stücke in beliebiger Größe abgetrennt und weiter verarbeitet werden. 
Reiskuchen/Mochi wird in Japan vor allem zum Neujahrsfest in verschiedenen Zubereitungsformen gegessen. Es gibt sogar eine Mochi Pizza. Wir interessierten uns vor allem für die süße Variante. Diese wird Gyūhi genannt und im nächsten Blog gezeigt.
 Fertig gekochter, ausgekühlter  Reis
läßt sich leicht zerdrücken und ist bereits klebrig.
 Erster Durchgang
Dritter Durchgang
Rechteckig geformter Reiskuchen. Mit Maisstärke bestreut.
Lässt sich aber gut mit einem Plastik-Teigspachtel in Stücke schneiden.
Für eine Weiterverarbeitung zu Süßigkeiten lassen wir ihn vorerst ganz.

Tipps:
  • Es gibt noch andere Methoden wie Mochi in einer Kleinküche zubereitet werden kann:
    Methode 1: Reis mit einem Teigspachtel in eine Plastikschüssel geben. Mit dem Handmixer und Kneteinsatz den Reis bearbeiten.
    Methode 2: Mit der Flotten Lotte mittlerer Einsatz - wer Kraft hat kann auch die Scheibe mit den kleinsten Löchern nehmen - zu einem Brei drehen. Dann die Masse mit einem Teigspachtel auf das  Backblech mit der Maisstärke schieben.
    Methode 3: Für kleine Mengen, kann man auch einfach mit einem Nudelholz auf einer sauberen Arbeitsfläche oder einem großen Küchenbrett, den Reis zerquetschen und mit einem Teigspachtel wieder abkratzen.
    • Bevor man mit der Zubereitung beginnt, sollte man am besten eine Schüssel mit Wasser und ein Handtuch bereit halten, da die Masse sehr klebrig ist und man immer wieder die Hände waschen muss. Das Abwaschen danach, geht mit ein wenig Spülmittel ganz gut.

Kommentare:

  1. Mochi macht man authentischerweise aus Klebreis (heißt auf Japanisch auch mochigome oder so) und nicht aus normalem Rundkornreis. Klebreis ist stärkehaltiger und klebt deshalb.

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    1. Ja, das stimmt. Aber wir versuchen hier soweit als möglich alles mit leicht erhältlichen Zutaten zu machen. Und Rundkornreis ist auf jeden Fall authentischer als die Zubereitung mit Reismehl. Aber glaube mir diese Mochi klebt so stark, dass die Idee, dass es noch einen klebrigeren Reis gibt, absurd erscheint.

      Vielen Dank für das Feedback.
      Liebe Grüße
      Anna

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  2. Uiii...wie toll :D wollte es unbedingt demnächst auch machen ^^

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