Montag, 31. Dezember 2012

Remake: Punschkugeln (ohne Alkohol)

Es ist Silvester und wir wünschen allen Lesern einen guten Rutsch in das Neue Jahr.
Und damit die Kinder und alle, die keinen Alkohol trinke um Mitternacht auch mitnaschen können, haben wir noch rasch mit den Kuchenresten die leckere Punschkugeln gemacht. Dieses Jahr machten wir die Kugeln weicher und tauchten sie in die flüssige Punschglasur. Damit der Boden rascher abtrocknet, tupften wir ihn noch in Kokosraspeln. Diese Methode geht um einiges schneller und ist nicht so eine Patzerei wie die Version mit den Kokosraspeln. Für die Kokosliebhaber machten wir daraus auch einige Punschkugeln mit Kokos wie letztes Jahr.


Zutaten für 20 Stück:
150 g trockene Kuchenreste
40 ml Orangensaft
60 g Vollmilchschokolade
1 großer EL Orangenmarmelade
1 Phiole Rumaroma
200 g Punschglasur  (= 1 Becher in Österreich mit Rumaroma)
3 in 8 Teile geschnittene Dekorkirschen *optional
etwas Kokosraspeln für den Boden *optional

  1. Kuchenreste grob zerhacken und in eine Schüssel geben.
  2. Mit Orangensaft und Rumaroma vermischen und etwas durchziehen lassen.
  3. Inzwischen die Vollmilchschokolade und die Orangenmarmelade in eine größere Schüssel geben. Diesen auf einen passenden Topf mit dampfenden Wasser stellen. (Die Schüssel darf nicht in das Wasser reichen!)
  4. Sobald die Schokolade und die Marmelade geschmolzen ist die Kuchenmasse hinzufügen und gut vermischen.
  5. Auskühlen lassen.
  6. 20 Kugeln formen und kalt stellen.
  7. Punschglasur in eine kleine Schüssel geben und diese in ein heißes Wasser stellen. Gut verrühren. Ist die Glasur zuwenig flüssig, dann noch etwas heißes Wasser (1 bis 2 Teelöffel) hinzufügen und verrühren.
  8. Wenn die Glasur flüssig ist, nach und nach die Kugeln mit einem Teelöffel in die Glasur tauchen, herausfischen und auf eine Gabel rollen. Gabel am Schüsselrand abstreifen und die Kugel auf ein Stück Backpapier setzen.
  9. Sobald die Oberfläche abgetrocknet ist, überschüssige Punschglasur an den Füsschen beseitigen oder unter die Kugel schieben und in etwas Kokosraspeln tupfen. 
  10. Auf ein Stück sauberes Backpapier zum Abtrocknen stellen.
Tipps:
  • 200 g gekochtes Fondant (Buch Seite 74) mit etwas Rote Beetesaft rosa einfärben und mit Rumaroma (mindestens eine viertel Phiole) aromatisieren.
  • gekaufte Fondant (Prinzessinenglasur oder andere Zuckerglasur) einfärben und mit Rumaroma aromatisieren.

Samstag, 29. Dezember 2012

Tipp: runde Punschkrapfen


Im Kochbuch haben wir auf Seite 126 ein Rezept für Punschkrapfen ohne backen. Heuer haben wir die Punschkrapfen einmal rund statt viereckig und mit einer dünnen Schichte von unserem eierlosen Kuchen zubereitet. 

Wir benötigen dazu für 20 Stück:
1/6 Kuchen ohne Ei dünn auf ein Backpapier ausgestrichen, gebacken und ausgekühlt
1x die Punschmasse vom Buch (oder 3 x die Punschmasse von den Punschkugeln)
2 Becher Punschglasur (= 400 g)
Etwas heiße Aprikosenmarmelade.
20 Dekorkirschenstücke
Eine runde Ausstechform ø 5 cm und 2,5 cm Höhe. Die Ausstechform soll oben offen sein.
Eine glatte Ausstechform wäre besser, wir hatten nur diese in der gewünschten Höhe.
  1. Sobald die Kuchenplatte gebacken ist, mit dem Backpapier auf ein anderes, kaltes  Backblech ziehen. Mit einem zweiten Backblech in gleicher Größe abdecken und vollständig auskühlen lassen.
  2. Mit der Ausstechform einmal ein Stück Kuchen ausstechen. Den Kuchen in der Form lassen.
  3. Punschmasse fest dazu in die Form drücken. Mit einem Teigspachtel oben glatt pressen.
  4. Dann alles mit den Fingern aus der Form pressen.
  5. Mit heißer Aprikosenmarmelade bestreichen
  6. Noch ein Stück aus der Kuchenplatte ausstechen und obenauf legen und leicht andrücken. Kurz kalt stellen damit sich die Marmelade verfestigt und der Deckel nicht rutscht.
  7. Auf einen umgedrehten Eierbecher stellen.
  8. Glasur in einem Wasserbad erwärmen und verrühren.
  9. Darübergießen und mit einem glatten Messer rundherum verstreichen.
  10. Ein Stückchen Dekorkirsche oben in die Mitte geben.
  11. Auf ein Stück Backpapier setzen und abtrocknen lassen.
  12. In ein Backförmchen setzen.

 mit runder Ausstechform ohne Glasur
unsere Ausstechform war gerippt, besser wäre eine glatte Form
auf einem umgedrehten Eierbecher gestellt und glasiert 
fertig glasierter Punschkrapfen

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Petit Four in Schichten gebacken mit Nougatcreme

Warum Schichten schneiden, wenn wir sie auch backen können. Für diese Petits Fours haben wir den Teig ganz dünn auf ein Backpapier ausgestrichen, gebacken und zugeschnitten. Der Vorteil gegenüber den durchgeschnittenen und gefüllten Kuchen - die dünnen Teigplatten kühlen rascher aus und können gleich ohne Gefrierfach verwendet werden. Der Nachteil - die dünnen Teigplatten trocknen rasch aus und es gibt Abfall, da die trockenen Ränder abgeschnitten werden müssen.

Zutaten für 20 bis 30 Stück:
Teig (= 1/3 vom eierlosen Kuchen):
67 g Butter, weich
100 g Zucker
200 g Mehl
167 g Milch, zimmerwarm
1/2 Pkt Vanillezucker
7 g Backpulver
Nougatcreme:
200 g Schokolade mit Nougatgeschmack
100 g Haselnussnougat
110 g Butter, weich
60 g Kokosfett
170 g Puderzucker
170 g geriebene Haselnüsse
2 Becher weiße Kuchenglasur a 200 g
Dekorzucker
  1. 2 x Backpapier auf Backblechgröße zuschneiden.
  2. Backrohr auf 200 °C vorheizen.
  3. Butter und Zucker schaumig rühren.
  4. Mehl mit Vanillezucker und Backpulver vermischen. Dazuschütten und verrühren.
  5. Milch dazugießen.
  6. Mit dem Handmixer/Rühreinsatz alles gut verrühren.
  7. Backpapier auf Arbeitsfläche legen.
  8. Mit einem Teigspachtel die Hälfte des Teigs so dünn und gleichmässig als möglich darauf verstreichen. Dabei den Teig etwas über die Kanten hinaus verstreichen. Der Teig soll so dünn ausgestrichen sein, dass das Backpapier fast durchscheint.
  9. Backpapier mit Teig auf das Backblech ziehen.
  10. 5 bis 8 Minuten backen. Sobald der freistehende Rand sichtbar etwas braun geworden ist, aus dem Backrohr nehmen.
  11. Inzwischen das zweite Backblech vorbereiten und gleich danach backen.
  12. Leicht abgekühlte Teigplatte mit Backpapier auf die Arbeitsfläche ziehen. Backblech kalt spülen und abtrocknen. Teigplatte wieder in das Backblech ziehen.
  13. Zweite Teigplatte ebenfalls kurz abkühlen lassen. Mit dem Backpapier auf die andere Teigplatte ziehen. Mit dem zweiten Backblech abdecken und in einem kühlen Raum auskühlen lassen.
  14. Inzwischen eine Schüssel auf einen Topf mit kochendem Wasser stellen. Die Schüssel darf nicht in das Wasser hineinreichen.
  15. Schokolade und Haselnussnougat in die Schüssel geben und zum Schmelzen bringen. 
  16. Schüssel vom Topf nehmen und das Kokosfett einrühren.
  17. Puderzucker dazurühren und dann die weiche Butter.
  18. Zuletzt die geriebenen Haselnüsse einrühren. Die Masse ist jetzt weich aber nicht flüssig. Wenn nicht, dann noch einmal kurz über dem Dampf erwärmen.
  19. Backpapier von den Teigplatten ziehen und den harten Rand an der Abgeflachten Seite des Backblechs abschneiden.
  20. Teigplatten halbieren. Wir haben jetzt 4 gleichgroße Teigplattenstücke.
  21. Eine Teigplatte in das Backblech legen.
  22. Ein Drittel der Nougatcreme mit dem Teigspachtel auf die Teigplatte streichen.
  23. Mit einer Teigplatte abdecken und das nächste Drittel der Nougatcreme daraufstreichen.
  24. Nächste Teigplatte, dann wieder Nougatcreme und zuletzt die 4. Teigplatte darüber legen.
  25. Alles im Kühlschrank kalt stellen bis die Nougatcreme fest geworden ist. 
  26. Inzwischen die weiße Fettglasur nach Verpackungsaufschrift vorbereiten.
  27. Mit einem scharfen spitzen Messer In 3,5 cm dicke Streifen schneiden. Diese in beliebig große Stücke (quadratisch oder rechteckig) schneiden. 
  28. Jedes Stück in die Kuchenglasur mit dem Kopf nach unten tauchen und gleich wieder aus der Glasur ziehen. Auf ein vorbereitetes Backpapier setzen.
  29. Nach je 5 Stück mit etwas Dekorzucker verzieren. Die Glasur soll noch etwas weich sein.

 in Streifen geschnittener, geschichteter Kuchen
 in Quadrate geschnittene Streifen
fertig glasiert mit Zuckerherzchen und Zuckerperlen

Dieses Rezept wurde von Sanni und Benni nachgebacken und auf ihren sehr schönen Blog "Verliebte-Köche" veröffentlicht. Wer sehen möchte wie es den Beiden dabei ergangen ist und wie ihr Foto aussieht kann sich das hier ansehen.

Dienstag, 25. Dezember 2012

Aprikosen-Trüffel

Das Aprikosenfruchtpulver aus gedörrten Aprikosen ist uns zwar nicht so gut gelungen, da die Aprikosen nach 8 Stunden noch immer nicht richtig trocken waren, aber wir rollten trotzdem unsere sehr einfachen Aprikosen-Trüffel in dem groben Pulver. Alternativ dazu können wir auch die Trüffel weiß lassen und mit etwas gehackten gedörrten Aprikosen oben bestreuen. Dieses Ganache lässt sich gut zu Kugeln formen.

Zutaten für 30 Stück:
60 ml Sahne
200 g Vollmilchschokolade
35 g Aprikosen Konfitüre
1 EL Aprikosenfruchtpulver
20 g Butter
Aprikosenfruchtpulver
  1. Sahne erhitzen und einmal aufkochen lassen. 
  2. Aprikosenmarmelade darin gut auflösen.
  3. Fruchtpulver hinzufügen.
  4. Vollmilchschokolade hineinlegen und warten bis sie zum Schmelzen beginnt. Gut verrühren.
  5. Sobald die Masse sich nur mehr lauwarm anfühlt, langsam die Butter einrühren.
  6. Solange kalt stellen, bis die Masse formbar ist. (zirka 30 Minuten)
  7. Mit sauberen Händen Kugeln formen. Kalt stellen.
  8. Inzwischen weiße Schokolade verflüssigen.
  9. Zweimal in den Händen die Pralinen mit weißer Schokolade rollen und jeweils fest werden lassen. (Siehe Rosentrüffel)
  10. Beim dritten Durchgang jeweils die Trüffel gleich in eine kleine Schüssel mit dem Himbeerfruchtpulver legen.
  11. Die Schüssel zwischen den Fingern so drehen und wenden bis die ganze Oberfläche der Trüffel bedeckt ist.
  12. Auf ein Stück Backpapier rollen und fest werden lassen.
 Sahne mit Aprikosenkonfitüre
weiche Vollmilchschokolade in Sahne
 fertig gerührtes Ganache
 fertige Masse nach dem Kaltstellen
nach dem zweiten Mal rollen in weißer Schokolade
fertige Aprikosentrüffel in Vollmilchschokolade statt weißer Schokolade gerollt
Tipps:
  • Ohne Fruchtpulver können die Trüffel zuletzt auch in Kuvertüre getaucht und beliebig mit Safranpulver, Kurkumapulver, süßen Paprikapulver oder jedem anderen Pulver bestreut werden.
  • Einfach in Kakaopulver rollen.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Orangen-Trüffel mit einem Hauch Sternanis

Die Weihnachtsbäckerei ist fertig. Jetzt noch rasch ein paar wunderbar duftende Trüffel mit einem weihnachtlichen Anstrich.

Zutaten:
100 g Zartbitterschokolade 50% Kakaogehalt
150 g weiße Schokolade
70 ml Sahne
Abrieb einer unbehandelten Orange
1 Prise Sternanis, frisch gemahlen
40 g weiche Butter
200 g Vollmilchschokolade
Vollrohrzucker, Zimt und eine Messerspitze Sternanis zum Wälzen
  1. Sahne mit Orangenschalen aufkochen. Zur Seite ziehen und 15 Minuten ziehen lassen.
  2. Inzwischen Schokolade zerkleinern und über heißem Wasserdampf flüssig werden lassen. Vom Wasserdampf nehmen.
  3. Sahne nochmals erhitzen und über die Schokolade gießen. Eine Prise Sternanis hinzufügen. Langsam verrühren.
  4. In ein kaltes Wasserbad stellen und geduldig rühren. 
  5. Sobald sich die Masse nur mehr lauwarm anfühlt, die Butter nach und nach einrühren.
  6. Masse zirka 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.
  7. Mit sauberen Händen aus der Masse Kugeln formen. Wer hat, kann dazu auch Wegwerfhandschuhe verwenden.
  8. Nochmals kalt stellen.
  9. Inzwischen Vollmilchschokolade im Backrohr bei 40 °C in der Packung flüssig werden lassen.
  10. Ein Eck der Packung abschneiden und etwas Schokolade auf  eine Hand fließen lassen. Packung in ein Gefäß stellen.
  11. Je eine Trüffelkugel mit der Schokolade zwischen den Händen rollen. Fest werden lassen. Vorgang noch 2 mal wiederholen.
  12. Beim letzten Durchgang die Trüffel auf das vorbereitete Tablett mit der Vollrohrzucker-, Zimt- Sternanismischung rollen.
  13. Auf einem Stück Butterpapier fest werden lassen.

fertige Trüffelmasse
Trüffelmasse zu Kugeln geformt
Vollrohrzucker-, Zimt- und Sternanismischung
Trüffel nach dem dritten Glasurvorgang in der Mischung gerollt


fertige Orangen-Trüffel


Tipps:
  • Wer Zeit und Geduld hat kann auch die geriebenen Orangenschalen nach dem Aufkochen der Sahne hinzufügen und 2 bis 3 Stunden ziehen lassen.
  • Zitronenschalen statt Orangenschalen verwenden.

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Walnusskekse mit Tonkabohne


Haselnüsse-, Vanille- und  Mandelkekse fertig. Jetzt fehlen nur mehr noch ein paar Walnusskekse. Und da wir gerade Tonkabohne im Haus haben, aromatisierten wir etwas mit Tonkabohne, statt Vanille.

Zutaten für 60 Stück:
250 g Butter, weich (1 Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen)
100 g Puderzucker
250 g Maisstärke
110 g Weizenmehl
100 g Walnüsse, gemahlen
etwas Tonkabohne
  1. Backrohr auf 180 °C vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.
  2. Butter schaumig rühren. Puderzucker hineinsieben. Alles gut durchrühren.
  3. Maisstärke, Mehl und Walnüsse in die Buttermischung einrühren. 
  4. Mit einer Muskatreibe etwas Tonkabohne hineinreiben. Nicht mehr als eine viertel Tonkabohne!
  5. Alles mit den Händen zu einem Teig kneten.
  6. Ist der Teig zu weich geworden, dann etwas kalt stellen.
  7. Etwas Teig nehmen und eine Rolle im 1,5 cm Durchmesser mit zwei Händen rollen.
  8. Teigrolle mit einem Teigspachtel in 2 Fingerbreite Stücke schneiden.
  9. Jedes Stück links und rechts mit einem Finger halten. Mit einer Gabel fest daraufdrücken.
  10. Auf das Backpapier setzen. Es passen 30 Stück auf ein Backblech.
  11. Backblech in das Backrohr auf mittlere Schiene schieben.
  12. 15 Minuten backen. Die Kekse sollen auf der Unterseite leicht braun und auf der Oberseite noch fast weiß sein.
  13. Aus dem Backrohr nehmen. Kekse, die zusammengewachsen sind, rasch mit einem Messerrücken trennen.
  14. Leicht abkühlen lassen und dann auf einem Tablett oder der Arbeitsfläche völlig erkalten lassen.
Teigrolle in Stücke getrennt


 Teigstück zwischen zwei Fingern halten und mit der Gabel darauf drücken
 fertige Teigstücke auf Backpapier
 fertig gebacken

fertig gebacken
Tipps:
  • Wer keine Tonkabohne hat kann auch 1 Päckchen Vanillezucker nehmen.
  • Glutenfrei: 100 g Tapiokastärke statt Weizenmehl.
  • Vegan: Margarine statt Butter
  • Etwas Schokolade auf einem Teller über Wasserdampf zum Schmelzen bringen. Mit einem Teigspachtel durchziehen und dann über die Linien der Kekse ziehen. In Pistazien tupfen und mit Zuckerperlen belegen. (Siehe Eingangsbild)

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Himbeer-Trüffel-Pralinen

Wir lieben Trüffel-Pralinen. Sie sind einfach in der Herstellung und sie sind hundertprozentig handgefertigt. Wir müssen dabei nicht immer betonen, dass sie selbst-gemacht sind, weil sie zu perfekt aussehen, noch müssen wir vorgefertigte Hohlkugeln erwähnen und Blicke ernten, wie aha, doch nicht ganz selbst gemacht. Und das schöne dabei, Trüffeln kann wirklich jeder, selbst in einer Kleinküche ohne spezielles Pralinenwerkzeug, machen. Und sind wir geschickt, dann sind sie ebenso rund wie die, mit den Hohlkugeln.  Trüffel sind aussen hart und brechen beim Hineinbeißen mit einem Knack. Je nach Fülle können sie innen von sehr weich bis cremig sein. 

Im letzten Blogeintrag zeigten wir wie Himbeerfruchtpulver selbst hergestellt werden kann. Hier zeigen wir nun sehr edle Himbeer-Trüffel mit Himbeerfruchtpüree, die wir dann in dem Himbeerfruchtpulver wälzen. Da wir keine frischen Himbeeren hatten, haben wir tiefgekühlte Himbeeren verwendet.

Himbeerpüree: Tiefgekühlte Himbeeren erhitzen. Umrühren und durch einen Sieb streichen. Wem die Nüsschen nicht stören, der kann sie auch in der Masse lassen und auf den Vorgang mit dem Sieb verzichten.

Zutaten für 24 Stück:
60 g Himbeerpüree
10 g Traubenzucker
150 g weiße Schokolade
20 g Butter
1 Prise Apfelpektin (optional)
200 g weiße Schokolade für die Glasur
Himbeerfruchtpulver zum Rollen (zirka 20 g mindestens)
  1. Himbeerpüree erhitzen.
  2. Traubenzucker mit Apfelpektin mischen und hinzufügen.
  3. 10 Minuten ziehen lassen.
  4. Weiße Schokolade zerkleinern und über Dampf flüssig werden lassen.
  5. Himbeeren aufkochen und nach und nach über die Schokolade gießen und einrühren. Solange rühren bis die Masse eine völlige Einheit ergibt.
  6. Ganache in einem kalten Wasserbad stellen und solange langsam rühren bis sie auf zirka 37 °C abgekühlt ist.
  7. Die Butter nach und nach einrühren.
  8. 1 Stunde kalt stellen.
  9. Mit sauberen Händen Kugeln formen. Kalt stellen.
  10. Inzwischen weiße Schokolade verflüssigen.
  11. Zweimal in den Händen die Pralinen mit weißer Schokolade rollen und jeweils fest werden lassen. (Siehe Rosentrüffel)
  12. Beim dritten Durchgang jeweils die Trüffel gleich in eine kleine Schüssel mit dem Himbeerfruchtpulver legen.
  13. Die Schüssel zwischen den Fingern so drehen und wenden bis die ganze Oberfläche der Trüffel bedeckt ist.
  14. Auf ein Stück Backpapier rollen und fest werden lassen.

 Himbeerpüree erhitzt
 Heiße Himbeermasse in die flüssige Schokolade eingerührt.
 fertiges Ganache
 nach 1 Stunde Kühlschrank
 Masse zu Kugeln gerollt
 in Himbeerfruchtpulver gewendet
fertige Himbeer-Trüffel


Tipps:
  • Sollen die Trüffel schön rund werden, dann immer nur eine sehr dünne Schichte Schokolade pro Durchgang auf eine bereits runde Kugel auftragen. 
  • Wem die Nüsschen beim Himbeerfruchtpulver stören, kann sie auch vor dem Rollen aussieben.
  • wer viele Trüffel machen möchte und genügen Himbeerfruchtpulver zur Verfügung hat, tut sich leichter wenn das Pulver auf einem kleine Tablett ist.

Dienstag, 18. Dezember 2012

Fruchtpulver selbst herstellen

 
Fruchtpulver erfüllt zwei Zwecke: Es aromatisiert und es gibt Farbstoff. Bei der Pralinenherstellung wird oft Fruchtpulver zum Wälzen der Trüffelpralinen verwendet. Solche Trüffel werden wir in nachfolgende Blogeinträge noch posten. 

Himbeerfruchtpulver:
  1. Jetzt wo es keine Himbeeren gibt, können wir einfach tiefgekühlte Himbeeren verwenden. 
  2. Himbeeren in einem Sieb abtauen lassen. Abgetropften Sirup für ein Dessert oder Joghurt verwenden.
  3. Himbeeren auf ein Backpapier verteilen. Mit einem Teigspachtel flach streichen.
  4. Im Backrohr ohne zu wenden bei 50 ° C bis 60 °C und Umluft trocken lassen.
  5. Sobald die Himbeeren, die eher eine Himbeermasse ergeben, staubtrocken sind, kurz abkühlen lassen. Die Masse darf keine Elastizität mehr haben und soll sehr leicht brechen.
  6. Benötigte Menge in der elektrischen Kaffeemühle vermahlen. Sind sie ganz trocken zerfallen sie sofort zu Staub. Die kleinen Nüsslein erweisen sich dabei als gutes Trennmittel und bleiben ganz. Wem die Nüsschen stören, kann sie jetzt auch aussieben.

Himbeeren fertig getrocknet

In der elektrischen Kaffeemühle zu Staub gemahlen

Aprikosenfruchtpulver:
Da wir gedörrte Aprikosen im Haus hatten, dachten wir, dass es wohl das Naheliegenste sei, bereits gedörrtes Obst in Fruchtpulver zu verwandeln. Funktionierte aber nicht sehr gut und daher raten wir davon ab.

Wir hatten die gedörrten Aprikosen einmal in kleine Würfel geschnitten und in den Dörrapparat gegeben. Nach 8 Stunden waren sie noch immer nicht Staubtrocken. Beim zweiten Versuch halbierten wir die Aprikosen und nach einer Stunde Trockenzeit im Backrohr bei 60 °C rollten wir jedes Stück mit dem Nudelholz platt. Nach 6 Stunden waren sie immer noch elastisch.

Die Stücke, die wir für Staubtrocken hielten ließen sich zwar grob vermahlen, klebten aber danach rasch zusammen.
kleingeschnittene, gedörrte Aprikosen
trockene Aprikosen nach 8 Stunden
grob zu Pulver gemahlen, da noch immer Feuchtigkeit
enthalten war

Bananenfruchtpulver:


Grundrezept für Fruchtpulver von frischen oder tiefgekühlten Obst:
  1. Früchte in ganz dünne Scheiben schneiden.
  2. Die ersten Stunden bei 70 °C danach bei 50 °C trocknen.
  3. Nach 1 Stunde die Scheiben wenden.
  4. Sobald die Scheiben sich ganz trocken anfühlen, in einer Pfanne bei kleiner Hitzestufe noch kurz rösten, damit die letzte Feuchtigkeit entweicht. Die Farbe darf sich dabei nicht verändern.
  5. Kurz auskühlen lassen.
  6. In einer elektrischen Kaffeemühle zu Pulver mahlen. Immer nur soviel Mahlen wie benötigt wird, das Fruchtpulver mit hohen Fruchtzuckeranteil stark Feuchtigkeit anzieht und dann klumpt.

Sonntag, 16. Dezember 2012

Orangenstangen

Bei dem Versuch die klassischen Orangenstangen mit einem Plastikdressiersack zu spritzen, ist uns der Sack gerissen. So haben wir erst einmal ein völlig anderes Rezept ohne Marzipan und ohne Ei kreiert. Dieses Rezept benötigt auch keinen Dressiersack und schmeckt sehr lecker. Durch die Backzeit können diese Kekse von weich bis knusprig, aber nicht hart gebacken werden.

Zutaten für 21 Doppelkekse a 10 g oder 30 Doppelkekse a 7 g:
90 g Maisstärke
120 g Mehl 
70 g Butter
105 g Puderzucker
50 g Orangensaft
5 g Backpulver
Abrieb von einer unbehandelte Orange
3 EL Orangenmarmelade
200 g Vollmilchschokoladefettglasur.
  1. Backrohr auf 200 °C vorheizen.
  2. Butter und Puderzucker schaumig rühren.
  3. Maisstärke, Mehl und Backpulver mischen.
  4. Dazufügen und trocken verrühren.
  5. Orangensaft und Abrieb hinzufügen und verrühren. 
  6. Der Teig ist weich und sollte nicht bis ganz leicht kleben.
  7. Teig 10 g abwiegen. Zu einer Rolle formen und zirka 8 cm ausformen. Dann mit einer Gabel 3 mal entlang der Rolle niederdrücken. Mit dem restlichen Teig in gleicher Weise verfahren.
  8. 8 bis 10 Minuten backen.
  9. Auskühlen lassen. Orangenmarmelade erhitzen und ein Keks bestreichen . Ein  zweites Keks darauf legen und leicht zusammendrücken.
  10. 15 Minuten kalt stellen.
  11. Inzwischen Vollmilchschokoladefettglasur nach Verpackungsaufschrift vorbereiten. Mit jedem Ende einmal in die Glasur tauchen.
fertiger Teig
 8 cm breite Rolle aus 7 oder 10 g Teig
 Röllchen gleich auf dem Backpapier formen.
Mit einer Gabel 3 mal darauf drücken bis die ganze Rolle flach ist
und ein Gabelmuster hat.
 Gabelabdruck auf flachgedrückte Teigröllchen
 fertig gebackene 10 g Kekse


 Vorne: Keks mit Orangenmarmelade bestrichen.
Hinten: Mit zweitem Keks bedeckt.

7 g Kekse mehr als 10 Minuten braun und knusprig gebacken
Fertige 7 g Orangenstangen
Tipps:
  • Mit der Schokofettglasur geht es schneller und es glänzt immer schön.  Edler wird es natürlich mit temperierter Kuvertüre.
  • Wer keine Bio-Orange hat, kann auch ein paar Tropfen vom  natürliche Orangenbackaroma hinzufügen.
  • ein paar Tropfen Bittermandelaroma

10 g Stangen 8 Minuten sehr hell und weich gebacken
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...